Trump tickt auf Social Media aus – nach Spott und Kritik von Stars bei Grammys
Die Musikpreis-Verleihung sei «Müll» und «praktisch nicht anschaubar», schrieb Trump bei seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Den südafrikanischen Comedian Trevor Noah, der die Gala zum sechsten und letzten Mal moderiert hatte, bezeichnete Trump als «totalen Verlierer», der kein Talent habe.
Noah hatte Trump bei der Verleihung reihenweise auf die Schippe genommen und den US-Präsidenten mit seinen Pointen blossgestellt. Stars wie Bad Bunny oder Billie Eilish äusserten sich derweil ernster und kritisierten die umstrittene Migrationspolitik des US-Präsidenten deutlich.
Trump drohte Moderator Noah gar mit einer Klage. Der 41-Jährige hatte bei der Gala gespottet, dass Trump Grönland haben wolle, weil die Privatinsel von Jeffrey Epstein nicht mehr verfügbar sei. «Er braucht eine neue, um mit Bill Clinton abzuhängen».
Er sei aber nie auf der Privatinsel von Epstein gewesen, schrieb Trump. Deswegen werde er Noah nun verklagen.
Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrfach mit der Annexion der Arktis-Insel Grönland gedroht, die zum dänischen Königreich gehört.
Der Multimillionär Jeffrey Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. 2019 starb Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können. Der Finanzier hatte eine Insel in der Karibik – und beste Kontakte in die High Society, unter anderem zum früheren US-Präsident Clinton und zu Trump.
Die Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt gehören, wurden in diesem Jahr zum 68. Mal verliehen. (sda/dpa/con)
